Polizei

Falsche Bankmitarbeiter erbeuteten fast 90.000 Euro

Falsche Bankmitarbeiter erbeuteten fast 90.000 Euro Foto: Symbolbild Polizei mit Blaulicht auf nasser Straße bei Nacht (Bild: KI generiert mit ChatGPT)
(1635) Ein Mann aus Brand Erbisdorf wandte sich am gestrigen Vormittag an die Polizei, nachdem er mehrere zehntausend Euro an Betrüger verloren hatte. Der Senior erhielt am Vortag eine E-Mail, die augenscheinlich von seiner Hausbank stammte und zur Bestätigung von Daten aufforderte. In der Annahme, es handele sich um ein echtes Schreiben, gab er seine Zugangsdaten ein. Vermutlich gelangten die Unbekannten dadurch an sensible Daten, darunter seine Telefonnummer. Anschließend rief ein vermeintlicher Bankberater den Mann an. Er erklärte, dass es zu einem unautorisierten Kontozugriff gekommen war und forderte den Geschädigten zur PIN-Eingabe im Online-Banking auf. Der Mann kam dieser Aufforderung nach. Im weiteren Verlauf gelang es den Betrügern, in Summe fast 50.000 Euro auf ein anderes Konto zu transferieren. Auch eine 66-jährige Frau aus Freiberg erhielt am Montagmittag einen Anruf von einem vermeintlichen Sicherheitsbeauftragten ihrer Hausbank. Der Anrufer gab an, dass aufgrund fehlender Unterlagen Sicherheitsüberweisungen durchgeführt werden müssten, um eine Kontensperrung zu verhindern Die Geschädigte vertraute den Angaben und überwies insgesamt mehr als 40.000 Euro in mehreren Einzelbuchungen. Aus aktuellem Anlass rät die Polizei: – Bei überraschenden Anrufen ist generell Vorsicht geboten. Zudem gilt: Rufnummern sind leicht manipulierbar, sodass Kriminelle andere Nummern einblenden können, um sich als jemand anderes auszugeben. – Lassen Sie sich telefonisch bzw. Unbekannten gegenüber nicht zu Aussagen zu Ihrem Vermögen hinreißen! – Geben Sie am Telefon oder per E-Mail keine Bankdaten und/oder Zugangsdaten zu Ihren Konten preis! Bankmitarbeiter fordern keinesfalls die Herausgabe von Bankdaten bzw. Zugangsdaten zu Konten. – Bankmitarbeiter fordern keinen Fernzugriff auf Ihren PC, Ihren Laptop oder sonstige Endgeräte. – Rufen Sie im Zweifelsfall bei Ihrer Bank an - ohne die Rückruftaste zu nutzen! – Beenden Sie im Zweifelsfall das Gespräch schnellstmöglich und informieren Sie die Polizei! – Sprechen Sie auch mit Angehörigen und Freunden über das Phänomen! Warnen Sie sie vor dem Vorgehen der oft wortgewandten Täter! Weitere Informationen zu gängigen Betrugsmaschen und entsprechende Präventionstipps finden sich auf der Homepage der Polizei Sachsen unter folgendem Link: www.polizei.sachsen.de/de/23179.htm. Fachkundige Auskünfte erhalten Sie auch in der Polizeilichen Beratungsstelle der Polizeidirektion Chemnitz. (rae)

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