Präventionskino im Filmpalast Görlitz Betrugsphänomene
Foto: Symbolbild Polizeifestnahme mit Handschellen (Bild: KI generiert mit ChatGPT)
»Die Täter werden immer kreativer, wir aber auch.« - Görlitzer Filmpalast wird zur Bühne im Umgang mit aktuellen Betrugsphänomenen.
Licht aus, Spot an. Großes Kino am 2. September 2026 im Filmpalast Görlitz: Rund 80 Gäste folgten der Einladung der Polizeidirektion Görlitz, der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien, der Verbraucherzentrale und des Kreisseniorenrates zum zweiten Aufschlag des Görlitzer Präventionskinos.
Die Gäste bekamen bei Kaffee und Kuchen von den Experten umfangreiche Tipps und wertvolle Hilfestellungen im Umgang mit aktuellen Betrugsphänomenen, wie dem falschen Polizisten, Anlagebetrug und Online-Banking. PHK André Berthold erläuterte eindrucksvoll, wie man sich vor Fallstricken schützt und wie Betrüger agieren. Herr Thronicker von der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien rundete die Informationen mit detaillierten Hinweisen rund um sichere Bankgeschäfte ab.
Dann hieß es Licht aus, Spot an. Zahlreiche Videos und beeindruckende Filme rund um aktuelle Betrugsphänomene rüttelten die Besucher im Kinosessel wach und zeigten einmal mehr, worauf es ankommt. Mal ganz locker und zum Schmunzeln, mal ernst und mitreißend.
Doch das Highlight hielten sich die Organisatoren bis zum Schluss auf: Um die Thematik möglichst nahbar zu vermitteln, schlüpften einige Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Organisationen in die Rolle von Schauspielern. Sie zeigten dem Publikum in einem kleinen Theaterstück, wie schnell ein solcher Betrug mit gezielter Taktik und Manipulation im wahrsten Sinne des Wortes über die Bühne gehen kann. Ein Bobby-Car spielte dabei eine ganz besondere Rolle.
»Die Täter werden immer kreativer, wir aber auch.«, so Ideengeber der Aktion PHK André Berthold vom Fachdienst Prävention der Polizeidirektion Görlitz.
Das Theaterstück schloss mit einem Happy End: die Bürgerpolizisten POKin Maria Hammer und PHM Eric Meseberg übergaben der Geschädigten schließlich die ergaunerte Beute zurück. Die Aufführung sorgte nicht nur für viel Schmunzeln und Heiterkeit bei den Gästen. Sie war auch ein gelungener Augenöffner sowie eine kreative Mitmach-Aktion. Denn nur durch das Engagement und die Interaktion mit dem Publikum konnte eine genaue Beschreibung von Täter und Fluchtfahrzeug gewonnen werden, die im Rahmen der Tatortbereichsfahndung zur Festnahme des Täters und zur Sicherstellung der Beute führte. Die Geschädigte zeigte sich sichtlich erfreut über den glücklichen Ausgang.
Anlage: Drei Fotos der Veranstaltung (al)