Polizei warnt vor Betrugsanrufen
Foto: Symbolbild Polizei-Blaulicht vor dem Chemnitzer Rathaus bei Nacht (Bild: KI generiert mit ChatGPT)
(2270) Die Polizei verzeichnet aktuell wieder vermehrt Betrugsanrufe im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion. Die Täter nutzten gestern die Maschen »falscher Bankmitarbeiter«, »falscher Polizeibeamter« und eine Variante des Schockanrufs »schwere Erkrankung«. Beinahe gelang es den Tätern auf diese Weise, an fremde Ersparnisse zu gelangen.
Eine Seniorin aus Ehrenfriedersdorf hatte am späten Mittwochvormittag einen Anruf von einer unbekannten Frau erhalten, welche sich als Bankmitarbeiterin ausgab. Unter dem Vorwand des Erhalts einer neuen Geldkarte verschaffte sich diese Betrügerin mittels Fernwartungssoftware Zugriff auf das Onlinebanking der Angerufenen. In der Folge wurden über 60.000 Euro abgebucht. Die Seniorin schöpfte aber Verdacht und kontaktierte umgehend selbstständig ihre Bank, wodurch der Betrug aufflog und die Überweisung noch aufgehalten werden konnte.
In anderen Telefonaten durchschauten die Angerufenen den Schwindel, bevor es zu Überweisungen oder Geldübergaben kam. Immer häufiger findet inzwischen auch die Variante des Schockanrufs »schwere Erkrankung« Anwendung, so beispielsweise gestern in Chemnitz und Zschorlau. Dabei geben sich die Täter als Arzt oder Klinikmitarbeiter aus und behaupten, dass ein Angehöriger des Angerufenen schwer an Krebs erkrankt wäre und nur mit einem speziellen Medikament die Behandlung fortgesetzt werden könne. Für die Beschaffung der Arznei wird von den Angerufenen in der Folge Geld, alternativ auch Schmuck oder Gold, gefordert.
In Lauter-Bernsbach versuchten es die Betrüger ebenso erfolglos mit der Masche des falschen Polizeibeamten.
Die Polizei empfiehlt, sich aus gegebenem Anlass jetzt noch einmal zu den verschiedenen Betrugsmaschen zu informieren! Bleiben Sie misstrauisch, wenn Sie derartige Anrufe erhalten! Informieren Sie Ihre Angehörigen und Bekannten über die aktuelle Welle von Betrugsanrufen! Wissenswerte Informationen dazu sind auf unserer Internetseite zu finden: https://www.polizei.sachsen.de/de/101060.htm. (ds)