Quishing erkennen und vermeiden: So schützen Sie sich
Foto: Symbolbild Polizei mit Blaulicht auf nasser Straße bei Nacht (Bild: KI generiert mit ChatGPT)
Ein Görlitzer hat am Dienstag einen Brief von seiner vermeintlichen Geschäftsbank im Briefkasten gehabt. In dem Schreiben stand der Hinweis, dass ihm eine Kontosperrung drohe sowie die Aufforderung, einen QR-Code einzuscannen. Der Geschädigte kam dem nach. Dadurch erlangten die Täter jedoch Zugriff auf seine Konten und buchten insgesamt 10.000 Euro ab. Der Bestohlene erstattete Anzeige.
Quishing - Was ist das?
Betrüger nutzen QR-Codes, die zu gefälschten Webseiten führen, welche legitimen Seiten ähneln. Diese Webseiten fordern Benutzer dann auf, persönliche Informationen wie Passwörter oder Kreditkartendaten einzugeben. Eine aktuelle Masche besteht darin, gefälschte QR-Codes auf Aufklebern an Parkscheinautomaten anzubringen. Diese Aufkleber sind oft professionell gestaltet und nutzen missbräuchlich Logos bekannter Bezahldienste. Die Täter überkleben damit zum Teil die Original-QR-Codes auf den Automaten. Die Codes kommen aber auch per E-Mail oder - wie in diesem Fall - ganz klassisch per Post zu den Geschädigten.
Wie können Sie sich schützen?
• Im Zweifelsfall nicht scannen: Wenn Ihnen etwas verdächtig vorkommt, scannen Sie den QR-Code nicht.
• Aktuelle Warnungen beachten: Informieren Sie sich über aktuelle Betrugsmaschen, beispielsweise auf der Webseite Ihres Kreditinstituts.
• Vorsicht bei Kurzlinks: Überprüfen Sie die angezeigte URL nach dem Scannen des QR-Codes genau, bevor Sie sie öffnen. Besonders auf kleinen Smartphone-Displays kann der gefährliche Teil des Links leicht übersehen werden.
• Direkten App-Zugriff bevorzugen: Wenn Sie die dazugehörige App bereits installiert haben, nutzen Sie diese direkt, anstatt den QR-Code zu scannen.
Weitere Informationen finden Sie unter https://www.polizei-beratung.de/aktuelles/detailansicht/was-ist-quishing/. (al)