Polizei warnt vor Krypto-Telefonbetrug
Foto: Symbolbild Polizei mit Blaulicht auf nasser Straße bei Nacht (Bild: KI generiert mit ChatGPT)
Bereits am vergangenen Donnerstag haben Betrüger bei einem Mann aus dem Landkreis Bautzen Beute gemacht. Die Polizei warnt vor den vielseitigen Tricks der Kriminellen.
In diesem Fall rief zunächst ein vermeintlicher Mitarbeiter des Landeskriminalamtes und anschließend einer Kryptoplattform bei dem Geschädigten an. Letzterer erklärte dem 31-Jährigen mit zahlreichen Fachbegriffen, dass sein Wallet offenbar durch einen Virus angegriffen wurde. Er sollte daraufhin auf seinem PC eine Seite öffnen. Dort klickte der Geschädigte einen Link an und musste mehrere Angaben machen. So erhielten die Täter jedoch Zugriff auf das Konto des Betrogenen. Sie täuschten einen Umzug auf ein »sauberes« neuerstelltes Konto vor. Der Geschädigte beklagte den Verlust von mehreren zehntausend Euro.
Die Polizei warnt
Die Kombination aus falscher Identität und technischer Täuschung ist keine Seltenheit und wird von den Betrügern in immer neuen Abwandlungen angewendet. Seien Sie daher immer wachsam, wenn es um Ihr Konto oder Ihre Wertgegenstände geht. Sobald eine angebliche Amtsperson anruft und Sie auf Ihre Konten, Bargeld oder Schmuck anspricht, sollten alle Alarmglocken schrillen.
Behörden rufen nicht an, um Vermögen zu »retten«: Das Landeskriminalamt, die Polizei oder Krypto-Plattformen rufen Sie niemals unaufgefordert an, um Sie vor Viren auf Ihrem Wallet zu warnen oder Geldtransfers zu fordern.
Sofort auflegen: Beenden Sie solche Telefonate umgehend. Lassen Sie sich nicht durch die Anzeige der Telefonnummer (Spoofing) täuschen; diese kann von Tätern gefälscht werden.
Gegenrecherche: Wenn Sie unsicher sind, rufen Sie die offizielle Nummer der Behörde oder Krypto-Plattform an. Suchen Sie die Nummer selbst über eine Suchmaschine oder das Telefonbuch heraus - nutzen Sie niemals Kontaktdaten oder Rückrufe, die Ihnen vom Anrufer genannt wurden.
Keine Remote-Software oder Links öffnen: Klicken Sie niemals auf Links, die Ihnen während eines überraschenden Telefonats per SMS, Mail oder Chat geschickt werden. Gewähren Sie Dritten niemals über Programme wie AnyDesk oder TeamViewer Zugriff auf Ihren PC.
Keine Zugangsdaten herausgeben: Geben Sie niemals Passwörter, Zwei-Faktor-Authentifizierungscodes oder TANs preis. Keine legitime Bank, Behörde oder Support-Plattform wird diese Daten jemals von Ihnen am Telefon oder auf sonstigen Wegen verlangen. (al)