Verkehrskontrolle wegen Ruhestörung endet in Bedrohung
Foto: Symbolbild Polizeibeamter bei nächtlicher Verkehrskontrolle mit Anhalte-Kelle (Bild: KI generiert mit ChatGPT)
Eine Verkehrskontrolle wegen Ruhestörung endete mit einer Bedrohung gegenüber Polizeibeamten und einem Durchsuchungsbeschluss.
Ein Anwohner in Zweenfurth rief Montagabend die Polizei, da ein 40-Jähriger (deutsch) den Motor eines Motorrads stark aufgedreht und absichtlich Fehlzündungen provoziert hatte, wodurch es zu einer Ruhestörung kam. Als die Einsatzkräfte des Polizeireviers Leipzig-Südost den Mann fahrend antrafen, stellten sie fest, dass das Kennzeichen gefälscht war und der Mann gegen das Pflichtversicherungsgesetz verstoßen hatte. Der 40-jährige Fahrer, der für die Aprilia keine Fahrerlaubnis besaß, flüchtete auf ein Grundstück und schloss die Zufahrt. Zur Sicherstellung des Motorrads wurde nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft ein Durchsuchungsbeschluss für das Grundstück erlassen. Hinter dem Grundstückszaun beleidigte der 40-Jährige die Beamten, stieg dann über den Zaun und bedrohte die Einsatzkräfte mit einem spitzen Gegenstand.
Da von ihm eine Gefahr ausging, wurde der Fachdienst Einsatzzüge mit einer Einheit für lebensbedrohliche Einsatzlagen hinzugerufen. Diese kam jedoch nicht zum Einsatz, da er in der Zwischenzeit zurück auf das Grundstück in eine Wohnung ging. Ein anderer Anwohner öffnete die Zufahrt, sodass der Fachdienst Einsatzzüge das Motorrad sicherstellen konnte. Während der Maßnahme kam auch eine Drohne zum Einsatz. Die Polizei hat Ermittlungen wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis, Urkundenfälschung, Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz, Widerstand gegen Polizeibeamte, Beleidigung und Bedrohung aufgenommen. (mp)