Polizei

Was ist ein Faksimile-Betrug?

Was ist ein Faksimile-Betrug? Foto: Symbolbild Polizei mit Blaulicht auf nasser Straße bei Nacht (Bild: KI generiert mit ChatGPT)
Am Montagnachmittag ist ein Mann aus Kamenz Faksimile-Betrügern zum Opfer gefallen. Die Hochstapler täuschten dem 69-Jährigen vor, dass jemand Interesse am Kauf seiner Bücher habe. Für den Abschluss des Handels sei eine Summe von 4.000 Euro zu entrichten. Daraufhin veranlasste der Rentner die Überweisung, doch zu einem Verkauf kam es nicht. Die Kriminalpolizei ermittelt. Was ist ein Faksimile-Betrug? Hierbei handelt es sich grundsätzlich um eine hochprofessionelle, kriminelle Betrugsmasche. Sie richtet sich gezielt gegen ältere Menschen, die in der Vergangenheit teure Buchsammlungen, Lexika oder historische Nachdrucke gekauft hatten. Sogenannte Medienberater oder Experten melden sich per Telefon oder stehen unangekündigt vor der Tür. Oft haben die Täter kriminell beschaffte alte Kundendaten. Sie behaupten, die bereits vorhandene Buchsammlung sei extrem wertvoll. Um den Wert jedoch zu steigern oder die Serie zu komplettieren, müsse das Opfer weitere angeblich streng limitierte Exemplare dazukaufen. Den Opfern werden minderwertige, industriell geschaffene Nachdrucke für fünf- bis sechsstellige Beträge aufgedrängt. In manchen Fällen überreden die Betrüger die Senioren sogar, teure Kreditverträge abzuschließen, um die Bücher zu finanzieren. In anderen Fällen überzeugen die Täter die Rentner von der Geschichte eines bestehenden Kaufinteresses. Für den Verkauf in sechsstelliger Höhe sei eine Vorauszahlung notwendig, um die Transaktion abzuwickeln. In allen Fällen handelt es sich um Betrug, wobei die Täter oft seriös auftreten, gefälschte Ausweise nutzen oder hochwertige Anzüge tragen, um den Irrtum zu unterstreichen. Die Polizei warnt Schließen Sie keine kostspieligen Haustürgeschäfte ab, ohne sich mit engen Vertrauten zu beraten. Umso höher die geforderte Geldanlage oder das Gewinnversprechen ist, desto misstrauischer sollten Sie sein. Lassen Sie sich nicht von einer angeblichen Dringlichkeit unter Druck setzen und gehen Sie nicht auf Vorauszahlungen ein. Wenn Sie Bekannte im Umfeld haben, die im Besitz teurer Buchsammlungen oder Lexika sind, klären Sie diejenigen über die Betrugsmasche auf. Unterstützen Sie die Betroffenen bei einer möglichen Wahrnehmung eines Widerrufsrechts. Kontaktieren Sie in Verdachtsfällen die Polizei. (es)

Werbung für publizer® - Dein CMS für deine Unternehmenswebseite

Deine Daten sind uns wichtig, und wir möchten Cookies verwenden, um Deine unglaubliche Erfahrung auf blaulicht-ticker.de weiter zu verbessern