Polizei

Wildunfälle nach der Zeitumstellung vermeiden

Wildunfälle nach der Zeitumstellung vermeiden Foto: Symbolbild Blaulicht-Reflexion auf nassem Asphalt bei einem Einsatz (Bild: KI generiert mit ChatGPT)
Nach der Zeitumstellung steigt die Gefahr von Wildunfällen. Denn der Berufsverkehr verlagert sich in die Morgen- und Abenddämmerung – und damit in den Zeitraum des Tages, in dem Rehe, Wildschweine und andere Wildtiere am aktivsten sind. Etwa zwei Drittel aller Wildunfälle ereignen sich zu diesen Tageszeiten. So etwa auch am Mittwochmorgen, gegen 06:15 Uhr, an der Eicher Spange im Auerbacher Ortsteil Rebesgrün: Eine 47-jährige Skoda-Fahrerin war auf der S 299 in Richtung Auerbach unterwegs, als ein Wildschwein plötzlich auf die Straße lief. Das Tier verendete, nachdem es von dem Skoda erfasst worden war, am Auto entstand Sachschaden in Höhe von 6.000 Euro. Insgesamt registrierte die Polizei im Landkreis Zwickau und Vogtlandkreis in der Vergangenheit pro Jahr durchschnittlich rund 1.500 Wildunfälle. Besonders anfällig sind im Landkreis Zwickau die B 173 zwischen den Ortslagen Mülsen und Lichtenstein und die S 255 zwischen der A-72-Anschlussstelle Hartenstein und dem Abzweig Raum. Im Vogtlandkreis kommt es auf der B 173 zwischen der A-72-Anschlussstelle Plauen Ost und dem Ortseingang Plauen sowie auf der S 293 zwischen den Ortslagen Lengenfeld und Irfersgrün am häufigsten zu Wildunfällen. Doch auch auf anderen Routen gilt: Fahren Sie stets umsichtig und passen Sie Ihre Geschwindigkeit sowie den Abstand zu vorausfahrenden Fahrzeugen entsprechend an. Besondere Vorsicht ist auf Strecken geboten, auf denen das Schild »Achtung Wildwechsel« steht, da es hier in der Vergangenheit bereits vermehrt zu Wildunfällen kam. Kreuzt ein Tier vor Ihnen die Fahrbahn, sollten Sie nicht ausweichen, sondern bremsen, abblenden und hupen. Das Abblenden ist wichtig, damit das Tier nicht geblendet wird und einen Fluchtweg finden kann. Bedenken Sie, dass Wildtiere oft nicht allein unterwegs sind und weitere Tiere folgen könnten. Sollten Sie mit einem Wildtier kollidiert sein, verständigen Sie bitte die Polizei. Die Beamtinnen und Beamten nehmen den Wildunfall auf und veranlassen, dass sich ein Jagdpächter um das verletzte oder verstorbene Tier kümmert. Halten Sie selbst Abstand zu angefahrenen Tieren, da diese sich wehren und unberechenbar reagieren könnten. (cf/al)

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