Ermittlungen in Dresden nach Raub und gefährlicher Körperverletzung
Foto: Symbolbild Blaulicht-Reflexion auf nassem Asphalt bei einem Einsatz (Bild: KI generiert mit ChatGPT)
Die Staatsanwaltschaft Dresden und die Polizeidirektion Dresden ermitteln gegen zwei Deutsche (20 und 29 Jahre) unter anderem wegen des Verdachts des Raubes und der gefährlichen Körperverletzung.
Den beiden Beschuldigten und einem bislang unbekannten weiteren Mann wird vorge-worfen, am 26. August 2026 zwischen 23:00 Uhr und 23:30 Uhr eine 45-jährige Frau – mit der sie zuvor gemeinsam alkoholische Getränke konsumiert hatten – am Amalie-Dietrich-Platz in Dresden geschubst, geschlagen und mehrfach ins Gesicht getreten zu haben. Anschließend sollen die Beschuldigten den Rucksack der Geschädigten mitsamt ihrem Personalausweis entwendet haben.
Die Geschädigte erlitt erhebliche Verletzungen im Gesicht (unter anderem eine Nasen-bein- und eine Jochbeinfraktur) und musste stationär im Krankenhaus behandelt wer-den. Sie konnte zwischenzeitlich aus dem Krankenhaus entlassen werden.
Bei der Geschädigten handelt es sich um eine Transperson, die sich derzeit in der Tran-sition vom männlichen zum weiblichen Geschlecht befindet. Es spricht nach aktuellem Ermittlungsstand einiges dafür, dass der Tat ein transfeindliches Motiv jedenfalls mit zugrunde gelegen haben könnte.
Im Zuge der unverzüglich eingeleiteten Ermittlungen der Polizeidirektion Dresden konn-ten zwei der drei Tatverdächtigen schnell identifiziert und noch in der Nacht zum 27. August 2026 vorläufig festgenommen werden. Die Staatsanwaltschaft Dresden hat am 27. August 2026 gegen die beiden Beschuldigten Anträge auf Erlass eines Haftbefehls gestellt, die der Ermittlungsrichter am Amtsgericht Dresden antragsgemäß erlassen hat. Die beiden Beschuldigten befinden sich nunmehr in Untersuchungshaft. Sie haben zum Tatvorwurf bislang keine Angaben gemacht.
Die beiden Beschuldigten sind bereits vorbestraft. Der 29-jährige Beschuldigte stand zur Tatzeit einschlägig unter Bewährung.
Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Dresden und der Polizeidirektion Dresden – auch zur Identifizierung der dritten dringend tatverdächtigen Person – dauern an.
Die Polizei sucht Zeugen, die Angaben zur Tat oder dem dritten Beteiligten machen können. Hinweise nimmt die Polizeidirektion Dresden unter der Rufnummer (0351) 483 22 33 entgegen.