Polizei

Schockanruf Betrug in Meißen

Schockanruf Betrug in Meißen Foto: Symbolbild Polizei mit Blaulicht auf nasser Straße bei Nacht (Bild: KI generiert mit ChatGPT)
Unbekannte haben am Dienstagabend versucht, ein Ehepaar (63, 64) um 125.000 Euro zu betrügen. Die Täter nutzten hierfür eine scheinbar neue Variante des Schockanrufes. Eine angebliche Professorin einer Klinik suggerierte dem Paar, dass deren Tochter schwer erkrankt sei und nur ein neuartiges Medikament aus der Schweiz sie retten könne. Für die Rettung ihrer Tochter sollten die Eltern 125.000 Euro aufbringen. Als die 63-Jährige den Betrügern sagte sie habe nur 2.000 Euro, wurde ein Treffpunkt vor einer Klinik für die Geldübergabe ausgemacht. Auf dem Weg zur Geldübergabe kam es zur Unterbrechung des Telefonats mit den Tätern. In diesem Moment rief die tatsächliche Tochter des Ehepaares an und klärte den Schwindel auf. In den vergangenen 24 Stunden kam es im Bereich Meißen zu 17 weiteren Fällen von betrügerischen Anrufen. Hierbei wurden durch die Täter verschiedenste Szenarien suggeriert. Ob vor Einbrechern in der Nachbarschaft gewarnt wird oder sich ein naher Angehöriger angeblich in Not befinden soll, in jedem Fall sollten Anrufe Unbekannter immer kritisch überprüft werden. Ganz gleich ob der Anrufer sich als Polizist, Arzt oder Anwalt ausgibt. Die Polizei rät: – Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen! – Sprechen Sie mit Angehörigen oder Vertrauenspersonen, wenn Sie solche Anrufe bekommen! – Übergeben Sie kein Geld an Unbekannte und überweisen Sie kein Geld an unbekannte Konten! – Die Polizei sichert keine Wertgegenstände oder Bargeld. Polizisten stellen persönlichen Kontakt her und können sich ausweisen. Übergaben von Gegenständen werden immer quittiert! – Geben Sie am Telefon oder online keine persönlichen Kontodaten oder TAN-Nummern preis! – Verständigen Sie im Verdachtsfall die Polizei! (sz)

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