Polizei

Mehrfache Polizeieinsätze wegen gefährlicher Körperverletzung in Chemnitz

Mehrfache Polizeieinsätze wegen gefährlicher Körperverletzung in Chemnitz Foto: Symbolbild Blaulicht-Reflexion auf nassem Asphalt bei einem Einsatz (Bild: KI generiert mit ChatGPT)
(2685) Polizeibeamte kamen am gestrigen Montag und der vergangenen Nacht mehrfach wegen Körperverletzungsdelikten in der Chemnitzer Innenstadt zum Einsatz, wobei die Tatverdächtigen jeweils gestellt werden konnten. Gegen 15:20 Uhr waren Streifenbeamte des Polizeireviers Chemnitz-Nordost zu einem Parkplatz am Marienplatz, hinter dem Karl-Marx-Monument, gerufen worden. Vor Ort stellten die Polizisten jedoch niemanden mehr fest. Bei einer Umfeldabsuche machten sie einen verletzten Mann in der Carolastraße ausfindig. Die Beamten versorgten die Schnittverletzung des Mannes (26/libysch) bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes und befragten ihn. Danach wurde er zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Im Zuge der Befragung hatte sich herausgestellt, dass es im Vorfeld zum Streit zwischen ihm und einem 19-Jährigen auf dem besagten Parkplatz gekommen war und sich beide wechselseitige Verletzungen zugefügt hatten. Weitere Einsatzkräfte konnten schließlich im Umfeld anhand der Täterbeschreibung einen Tatverdächtigen (19) ausfindig machen. Auch der Gestellte wies Verletzungen auf und musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Bei ihm handelt es sich um einen marokkanischen Staatsbürger. Ein Drogenvortest mit ihm reagierte positiv auf Amphetamine und Kokain. Es wurden Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung aufgenommen. Gegen 18:45 Uhr waren Polizisten und Rettungskräfte zum Schillerplatz sowie in die Straße der Nationen gerufen worden. An der ersten Örtlichkeit trafen Einsatzkräfte der in der Parkanlage auf eine augenscheinlich schwer verletzte Frau (19). Bis zum Eintreffen der Rettungskräfte wurde die 19-Jährige (tunesische Staatsbürgerin) durch die Polizisten erstversorgt. Im Zuge erster Umfeldermittlungen mit unbeteiligten Zeugen stellte sich heraus, dass die junge Frau mit einem Mann in Streit geraten war. Wenig später waren dann augenscheinlich zwei Bekannte des Mannes zu dem Geschehen dazugekommen und schlugen auf die 19-Jährige ein. Als die Angreifer von der Geschädigten abgelassen hatten, flüchtete das Trio. Weitere Einsatzkräfte machten das Trio im Innenstadtbereich ausfindig und stellten sie. Bei den beiden Hauptakteuren handelt es sich um einen 23-Jährigen und 29-Jährigen (syrische Staatsbürger). Bei dem ursprünglichen Streitbeteiligten handelt es sich um einen 27-Jährigen (syrischer Staatsbürger). Es wurden Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung sowie zu den Tathintergründen aufgenommen. Zeitgleich waren an der Zentralhaltestelle drei Männer (21, 24, 30) mit einem Duo (21, 23) nach einem Disput in eine handfeste Auseinandersetzung geraten. Der 23-Jährige (türkischer Staatsbürger) soll dabei den 21-Jährigen (syrischer Staatsbürger) der Dreiergruppe mit einer Glasflasche geschlagen und verletzt haben. Im Zuge des weiteren Geschehens traten und schlugen der 23-Jährige und sein 21-jähriger Landsmann auf die beiden Begleiter des Geschädigten ein und verletzten auch diese. Nachdem beide geflüchtet waren, konnten Einsatzkräfte der sächsischen Bereitschaftspolizei die beiden Tatverdächtigen am Karl-Marx-Monument stellen. Auch in diesem Fall wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung eröffnet. In der Nacht, gegen 02:10 Uhr, kamen Polizisten nochmals nach Hinweisen wegen einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen zum Einsatz. In der Brückenstraße trafen Beamte des Polizeireviers Chemnitz-Nordost auf mehrere Personen, von denen drei Männer (19/marokkanisch, 20/libysch, 26/libysch) leichte bis schwere Verletzungen aufwiesen. Nach dem aktuellen Kenntnisstand war es zwischen den drei Geschädigten zum Streit gekommen. Als der Disput eskalierte, sollen die Streitparteien dann mit Gegenständen aufeinander losgegangen und sich gegenseitig die Verletzungen zugefügt haben. Dem 19-Jährigen wurden dabei Stich- sowie eine Schnittverletzung zugefügt, welche in einem Krankenhaus behandelt werden mussten. Weiterhin lag gegen den 20-Jährigen ein offener Untersuchungshaftbefehl vor. Der 20-Jährige wird heute am zuständigen Amtsgericht vorgeführt. Die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung gegen die Männer sowie zu den konkreten Tatbeteiligungen wurden aufgenommen. (mg)

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