Polizei

Anlagebetrug mit KI-Video: Mehr als eine Million Euro verloren

Anlagebetrug mit KI-Video: Mehr als eine Million Euro verloren Foto: Symbolbild Polizei mit Blaulicht auf nasser Straße bei Nacht (Bild: KI generiert mit ChatGPT)
(1975) Am Samstagmorgen erschien eine Frau aus dem mittelsächsischen Lichtenberg bei der Chemnitzer Kriminalpolizei, um einen Anlagebetrug anzuzeigen, der sie ein Vermögen gekostet hat. Im April dieses Jahres war die Frau im Internet auf ein KI-generiertes Video der ZDF-Talkrunde »Markus Lanz« aufmerksam geworden. In der glaubhaft erscheinenden Sendung hatte eine angebliche Finanzexpertin über eine gewinnbringende Geldanlage gesprochen, welche im Video verlinkt wurde. Die Geschädigte rief die entsprechende Internetseite namens »Investhub 3.0« auf, meldete sich an und wurde unmittelbar danach zunächst von einer Frau und anschließend von einem angeblichen Broker angerufen. Der Finanzdienstleister überzeugte die Lichtenbergerin von der rentablen Geldanlage in Gold- und Ölressourcen sowie Kryptowährungen, sodass sie zunächst knapp 250 Euro investierte. Dem zu Beginn überschaubaren Investitionsbetrag folgten seitens der getäuschten Geschädigten mehrere Überweisungen von knapp 10.000 Euro bis hin zu mehr als 460.000 Euro auf verschiedene Konten. Den Betrügern gelang es durch persönlichen Austausch per Telefonate und Messangerdienste, die Frau fortlaufend über Monate hinweg bei der Stange zu halten. Als zuletzt die Telefonate mit dem angeblichen Broker ausblieben und die Frau bereits mehr als eine Million Euro investiert hatte, wurde ihr der Anlagebetrug klar und sie wandte sich an die Polizei. Die Kriminalpolizei hat nunmehr die Ermittlungen wegen Betruges aufgenommen und warnt eindringlich: Seien Sie misstrauisch bei hohen Renditeversprechen ohne Risiko. • Prüfen Sie Anbieter und Plattformen sorgfältig – oft sind diese gefälscht. • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Nehmen Sie sich Zeit zur Prüfung. • Nutzen Sie unabhängige Beratungen, z. B. durch die Verbraucherzentralen. • Erstatten Sie im Betrugsfall Anzeige bei der Polizei. • Seien Sie vorsichtig bei angeblichen »Rückhol-Angeboten« – auch diese sind oft Betrug. Weitere Informationen hat das Landeskriminalamt Sachsen auf seiner Homepage unter dem Link www.polizei.sachsen.de/de/so-entlarven-sie-anlagebetrug-im-internet-40992.html oder unter der im Suchfeld zu findenden Veröffentlichung »Schnelles Geld? Großes Risiko! - So entlarven Sie Anlagebetrug im Internet« bereitgestellt. (Ry)

Werbung für publizer® - Dein CMS für deine Unternehmenswebseite

Deine Daten sind uns wichtig, und wir möchten Cookies verwenden, um Deine unglaubliche Erfahrung auf blaulicht-ticker.de weiter zu verbessern