Telefonbetrug mit Schockanrufen in Chemnitz
Foto: Symbolbild Feuerwehreinsatz bei einem Autobahn-Verkehrsunfall (Bild: KI generiert mit ChatGPT)
(2401) Im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Chemnitz sind seit gestern vermehrt Telefonbetrüger mit sogenannten »Schockanrufen« am Werk. Seit den Dienstagnachmittagsstunden sind diesbezüglich über ein Dutzend Hinweise von Angerufenen aus Chemnitz, Mittelsachsen und dem Erzgebirgskreis bei der Polizei eingegangen.
Die Täter nutzten dabei zwei verschiedene Varianten. Zum einen gaben sich die unbekannten Anrufer als Arzt oder Klinikmitarbeiter aus und behaupteten, dass ein Angehöriger der Angerufenen schwer erkrankt wäre und im Krankenhaus liege. Anschließend forderten sie eine hohe Geldsumme als Behandlungskosten oder für notwendige Medikamente. Bislang erkannten alle Angerufenen den Schwindel und übergaben kein Geld an Fremde.
Bei der anderen Masche der Täter, die bislang ebenfalls ohne Schaden blieb, rief eine angebliche Angehörige an und berichtete, dass sie einen schlimmen Verkehrsunfall verursacht habe. Anschließend übernahm ein angeblicher Polizist oder Staatsanwalt das Telefonat und forderte mehrere zehntausend Euro Kaution, damit die Angehörige freigelassen werden könne.
Um nicht zum Opfer betrügerischer Machenschaften zu werden, rät die Polizei, sich über die Masche »Schockanrufe« zu informieren (z.B. hier https://www.polizei.sachsen.de/de/101409.htm). Lassen Sie sich nicht überrumpeln und werden Sie spätestens dann skeptisch, wenn Sie zu Zahlungen gedrängt werden! Informieren Sie auch Ihre Angehörigen und Bekannten über die aktuelle Welle von Betrugsanrufen! (ds)