Polizei

Ermittlungen in Görlitz wegen mutmaßlichen Corona-Testbetrugs

Ermittlungen in Görlitz wegen mutmaßlichen Corona-Testbetrugs Foto: Symbolbild Polizei mit Blaulicht auf nasser Straße bei Nacht (Bild: KI generiert mit ChatGPT)
Die Staatsanwaltschaft Görlitz und die Polizeidirektion Görlitz (Kriminalpolizeiinspektion) ermitteln gegen mehrere Personen, darunter ein 62-jähriger Deutscher und eine 28-Jährige mit deutscher und türkischer Staatsangehörigkeit unter anderem wegen des Verdachts des Betrugs im besonders schweren Fall in mindestens 58 Fällen. Den Beschuldigten liegt zur Last, in den Jahren 2021 bis 2023 als verantwortlich Handelnde verschiedener Unternehmen in Görlitz und in Zittau sogenannte »Corona-Testcenter« betrieben und hierbei mutmaßlich tatsächlich nicht erbrachte Corona-Tests in großem Umfang gegenüber der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen abgerechnet zu haben. Nach bisherigem Ermittlungsstand sollen durch diese Abrechnungen bis zum Jahr 2022 Auszahlungen im Gesamtvolumen von schätzungsweise 1,35 Mio. Euro veranlasst worden sein. In diesem Zusammenhang fanden am 12. und 13. Oktober 2026 Durchsuchungsmaßnahmen in mehreren Bundesländern statt, unter anderem auch in Zittau. Gegen zwei Beschuldigte erließ das Amtsgericht Görlitz auf Antrag der Staatsanwaltschaft Görlitz am 6. Oktober 2026 Haftbefehle. Ein Beschuldigter befindet sich in Untersuchungshaft in einer Justizvollzugsanstalt. Der Haftbefehl gegen die Beschuldigte wurde gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt. Die Ermittlungen dauern an.

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