Kriminalitätsentwicklung im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge 2025
Foto: Symbolbild für kriminalitätsentwicklung im landkreis sächsische schweiz-osterzgebirge 2025 / Foto: ElisaRiva
1. Allgemeinkriminalität
Im Jahr 2025 wurden im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge 9.593 Straftaten der Allgemeinkriminalität polizeilich registriert (2024: 10.277). Die Aufklärungsquote stieg auf 62,7 Prozent (2024: 61,4 Prozent).
Polizeipräsident Lutz Rodig (62): »Die Entwicklung der Kriminalität im Landkreis zeigt ein differenziertes Bild: Insgesamt sind die Fallzahlen spürbar zurückgegangen. Das spricht für die Arbeit der Polizei, aber auch für präventive Maßnahmen und eine gute Zusammenarbeit mit den Kommunen. Gleichzeitig sehen wir, dass bestimmte Deliktsbereiche, wie die Gewaltkriminalität, an Intensität gewinnen und die Schadenssummen steigen. Kriminalität wird damit zumindest folgenschwerer und komplexer. Genau hier setzen wir an: Wir werden unsere Analysefähigkeit weiter stärken und noch gezielter dort eingreifen, wo sich Risiken verdichten.«
Im Jahr 2025 wurden 4.741 Tatverdächtige ermittelt, davon waren 79,3 Prozent männlichen und 20,7 Prozent weiblichen Geschlechts.
Bei 77,2 Prozent der Tatverdächtigen handelt es sich um Erwachsene (2024: 77,3 Prozent). Heranwachsende hatten mit 6,9 Prozent einen im Vergleich zu 2024 (6,7 Prozent) fast unveränderten Anteil an der Gesamtzahl aller Tatverdächtigen.
Der Anteil jugendlicher Tatverdächtiger blieb mit 10,8 Prozent tendenziell gleich (2024: 10,7 Prozent).
Der Anteil von Kindern als Tatverdächtige sank im Jahr 2025 auf 5,1 Prozent (2024: 5,3 Prozent).
Der Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger an allen ermittelten Tatverdächtigen (ohne ausländerrechtliche Verstöße) stieg von 27,4 Prozent im Jahr 2024 auf 31,3 Prozent im Jahr 2025. Überproportional hoch lag deren Anteil im Jahr 2025 bei räuberischen Diebstählen (62,5 Prozent) und Diebstahlsdelikten unter erschwerenden Umständen in/aus Geschäften/Kiosken (67,6 Prozent).
Die Zahl der Opfer von Straftaten im Jahr 2025 stieg gegenüber dem Vorjahr auf 2.547 (2024: 2.403). 58,8 Prozent der Opfer (1.498) waren männlichen und 41,2 Prozent (1.049) weiblichen Geschlechts.
Beim überwiegenden Teil der Opfer handelte es sich um Erwachsene (1.781). Von den 766 nichterwachsenen Opfern waren 307 Kinder, 289 Jugendliche und 170 Heranwachsende. 191 Opfer einer Straftat waren 60 Jahre oder älter.
Der durch Kriminalität verursachte finanzielle Schaden stieg 2025 um 33,5 Prozent auf rund 13,8 Millionen Euro (2024: 9,2 Millionen Euro) an. Der größte Anteil entfällt im Jahr 2025 mit ca. 5,5 Millionen auf Insolvenzverschleppungen (2024: 1,4 Millionen Euro), gefolgt von Diebstahlsdelikten unter erschwerenden Umständen mit ca. 2,8 Millionen Euro (2024: 3,7 Millionen Euro) und Betrugsdelikten mit 2,4 Millionen Euro (2024: 2,8 Millionen Euro).