Polizei

Polizeieinsatz in Leipzig zur Silvesternacht

Polizeieinsatz in Leipzig zur Silvesternacht Foto: Symbolbild für polizeieinsatz in leipzig zur silvesternacht / Foto: Queven
Medieninformation der Polizeidirektion Leipzig Nr. 1|26 Ersteller: Olaf Hoppe Ort: Leipzig, Landkreise Leipzig und Nordsachsen Zeit: 31.12.2025, 18:00 Uhr bis 01.01.2026, 6:00 Uhr Die Polizeidirektion Leipzig führte zur Silvesternacht mit einem hohem Kräfteansatz in den Revieren, unterstützt durch die Aufrufhundertschaft der Reviere, der Einsatzhundertschaft der Inspektion Zentrale Dienste sowie drei unterstützenden Hundertschaften der sächsischen Bereitschaftspolizei einen Einsatz zur Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung durch. Insgesamt ist eine Tendenz erkennbar, dass größere Auseinandersetzungen, bei denen die Polizei einschreiten muss, rückläufig sind und die bisherigen Brennpunkte wie der Leipziger Süden um das Connewitzer Kreuz, der Augustusplatz und der Osten mit der Eisenbahnstraße dahingehend aus dem Fokus rücken. In den zwölf Nachtstunden rückten Streifenbeamte zu über 320 Einsätzen aus. Dazu kamen die Ereignisse, die durch den Führungsstab der Polizeidirektion Leipzig mit den Polizeihundertschaften bewältigt wurden. Einige davon werden im Folgenden dargestellt: Im Leipziger Zentrum wurden vor Mitternacht mehrfach Personen kontrolliert, darunter auch Kinder und Jugendliche, die Feuerwerk der Kategorie F4 mit sich führten. Dazu wurden Strafanzeigen erstattet. Gegen 23:30 Uhr stellten Einsatzkräfte auf dem Augustusplatz eine männliche Person fest, die mit Pyrotechnik in die Menschenmenge feuerte. Bei der Feststellung der Person leistete diese Person Widerstand. Ebenso konnte kurz nach Mitternacht ein Mann festgenommen werden, der mit einer Schreckschusswaffe in die Luft schoss. Gegen beide Tatverdächtige wird nun ermittelt. Im Leipziger Süden wurden vor Mitternacht und im Verlauf der Neujahrsnacht immer wieder Gegenstände durch Störer in Brand gesetzt. Im Bereich der Kochstraße sicherten Polizeikräfte den Rettungsdienst gegen 00:17 Uhr bei Erste-Hilfe-Maßnahmen ab und wurden dabei mit Pyrotechnik durch Unbekannte beworfen. Hierbei wurden zwei Dienstfahrzeuge beschädigt. Gegen 00:22 Uhr wurden im Bereich des Polizeipostens in der Wiedebachstraße aus einer Gruppe von 30 bis 40 Personen heraus Steine, Pyrotechnik und Farbgläser in Richtung der Einsatzfahrzeuge und der eingesetzten Bereitschaftspolizisten geworfen. Eine Polizistin (25) wurde mutmaßlich durch Pyrotechnik dabei leicht verletzt, blieb aber dienstfähig. Drei Dienstfahrzeuge wurde dabei beschädigt. Die Ermittlungen werden hier wegen des Anfangsverdachts eines Landfriedensbruchs geführt. Gegen 00:40 Uhr wurden im Rahmen von Löscharbeiten einer Barrikade auf der Bornaischen Straße die Einsatzkräfte der Branddirektion und der Polizei mit Flaschen und Pyrotechnik angegriffen. Dabei wurde ein Feuerwehrmann durch ein Knalltrauma verletzt. Ein Dienstfahrzeug wurde hier durch Bewurf beschädigt. Eine Strafanzeige wegen Landfriedensbruchs wurde aufgenommen. Gegen 2:30 Uhr erfolgte der Einsatz eines Wasserwerfers zur Brandbekämpfung im Bereich des Connewitzer Kreuzes. Die Branddirektion ersuchte die Polizei noch vor Mitternacht im Leipziger Stadtteil Grünau um Unterstützung, da im Bereich der Stuttgarter Allee Einsatzkräfte unter anderem mit Pyrotechnik attackiert wurden. Der Angriff war so massiv, dass sich Feuerwehr und die Aufrufhundertschaft zurückziehen mussten. Mit Zuführung einer Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit erfolgte dann ein Zugriff und die Umschließung von circa 20 Personen, deren Identitäten in der Folge festgestellt und die erkennungsdienstlich behandelt wurden. Gegen 23 Tatverdächtigen laufen nun die Ermittlungen wegen eines Landfriedensbruchs. Im Leipziger Osten im Bereich der Eisenbahnstraße mehrere Personen kontrolliert. Hier wurde bei einer Person mehr als 70x Feuerwerk der Kategorie F4 sichergestellt. In weiteren Fällen erfolgten Sicherstellungen von kleineren Mengen von Betäubungsmittel. Am Otto-Runki-Platz wurden gegen 00:20 Uhr eine männliche Person festgestellt, die sich einen Finger durch Pyrotechnik sich weggesprengt hatte. Diese wurde an den Rettungsdienst übergeben. Polizeipräsident René Demmler dazu: »Trotz des überwiegend friedlichen Verlaufs waren Polizei, Rettungsdienste und Feuerwehr stark gefordert. Der Einsatz der vielen Kräfte in der Silvesternacht war notwendig und angemessen. Die Angriffe auf Einsatzkräfte von Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei sind inakzeptabel und klar zu verurteilen.«

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