Tatverdächtiger nach Diebstählen in Leipzig
Foto: Symbolbild Polizei-Einsatz bei einem Einbruch mit zersplittertem Glas (Bild: KI generiert mit ChatGPT)
Tatverdächtiger nach Diebstählen auf Firmengelände in Untersuchungshaft
Gemeinsame Medieninformation der Staatsanwaltschaft Leipzig und Polizeidirektion Leipzig
Tatverdächtiger nach Diebstählen auf Firmengelände in Untersuchungshaft
Ort: Leipzig (Ortsteil Plaußig-Portitz), BMW-Allee
Zeit: 27.03.2026 bis 24.08.2026
Nach mehreren Diebstählen von hochwertigen Pedelecs und E-Bikes konnten Beamte des Polizeireviers Nord mehrere Tatverdächtige ermitteln.
Seit dem 27. März 2026 bis Ende August 2026 kam es auf einem Firmengelände im Norden von Leipzig wiederholt zu Diebstählen, bei denen sich der oder die Täter unberechtigt und zum Teil gewaltsam Zutritt zu dem gesicherten Fahrradstellplatz der Firma verschafften und bei denen Pedelecs und E-Bikes im Gesamtwert von über 30.000 Euro entwendet wurden.
Im Ergebnis der bisherigen Ermittlungen konnte nunmehr ein 45-Jähriger (deutsch/armenisch) als Tatverdächtiger ermittelt werden. An den Taten soll zum Teil auch der Bruder (46, deutsch/armenisch) des Beschuldigten beteiligt gewesen sein.
Bei einem Diebstahl am 24. August 2026 war ersten Erkenntnissen nach der 45-Jährige erneut auf das Firmengelände eingedrungen, wobei er für die Anfahrt einen als gestohlen gemeldeten Pkw mit von einem anderen Fahrzeug zuvor entwendeten Kennzeichen genutzt hatte, ohne im Besitz einer Fahrerlaubnis zu sein. Der Tatverdächtige soll dann wiederholt in den Fahrradkäfig eingebrochen sein und dort zunächst ein Fahrrad entwendet haben. Anschließend soll er das Schloss eines zweiten Fahrrads zerstört haben, wurde bei der Tathandlung aber durch anwesende Mitarbeiter der Firma gestört. Der Tatverdächtige versuchte dann unter Androhung von Waffengewalt, das zweite Fahrrad ebenfalls zu entwenden, ließ dieses aber am Tatort zurück. Anschließend soll der 45-Jährige in grob rücksichtsloser Fahrweise vom Gelände der Firma verschwunden sein, was die anwesenden Mitarbeiter vergeblich zu verhindern versuchten.
Nach den Auswertungen der Spuren und der Durchsicht der gesicherten Videoaufzeichnungen sowie unter Berücksichtigung weiterer polizeilicher Erkenntnisse erhärtete sich im Ergebnis der Ermittlungen der Tatverdacht gegen den als mutmaßlichen Täter identifizierten und einschlägig, insbesondere wegen Eigentumsdelikten, vorbestraften 45-Jährigen, so dass auf Antrag der Leipziger Staatsanwaltschaft beim Amtsgericht Leipzig ein Durchsuchungsbeschluss gegen den 45-Jährigen erwirkt werden konnte. Im Rahmen der Durchsuchung konnten die Beamten zwei mutmaßlich gestohlene Fahrräder sicherstellen, unter anderem auch das am 24. August gestohlene E-Bike. Diese konnten mittlerweile wieder an die Besitzer übergeben werden. Der am 20. August 2026 als gestohlen gemeldete und bei der Tat am 24. August 2026 verwendete Pkw konnte zwischenzeitlich ebenfalls sichergestellt werden.
Die Staatsanwaltschaft erwirkte am 16.09.2026 gegen den bereits mehrfach einschlägig vorbestraften 45-jährigen Beschuldigten einen Haftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts des gewerbsmäßigen Diebstahls in fünf Fällen und des räuberischen Diebstahls.
Der 45-Jährige wurde am 9. Oktober 2026 durch Beamte des Reviers Nord verhaftet und anschließend einem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser setzte den von der Staatsanwaltschaft Leipzig erwirkten Untersuchungshaftbefehl in Vollzug, woraufhin der Mann in eine Justizvollzugsanstalt gebracht wurde.
Der ebenfalls bereits mehrfach wegen Eigentumsdelikten, einer Vielzahl von Verkehrsdelikten und zudem wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz vorbestrafte 46-jährige Bruder des Beschuldigten, welcher für verschiedene Taten des Beschuldigten als Tatbeteiligter in Frage kommt, wurde bereits im Rahmen eines anderen Vorgangs am 3. August 2026 in eine Justizvollzugsanstalt überstellt, da gegen ihn nach einem Bewährungswiderruf ein Haftbefehl vorlag.
Die umfangreichen Ermittlungen dauern an.