Polizei

Anlagebetrug mit Fernzugriff bei Senioren

Anlagebetrug mit Fernzugriff bei Senioren Foto: Symbolbild für anlagebetrug mit fernzugriff bei senioren / Foto: jhenning
(991) Zwei Senioren (w/72, m/66) sind Opfer von Betrugsmaschen geworden und haben infolgedessen mehrere zehntausend Euro verloren. Die 72-Jährige aus Schneeberg war Ende Januar dieses Jahres auf einer Onlineplattform auf ein Video einer vermeintlichen Prominenten gestoßen, welche über ein gewinnbringendes Investmentangebot berichtete. Nachdem das Interesse bei der Seniorin geweckt wurde, klickte sie auf einen Link und hinterlegte ihre Rufnummer. Kurze Zeit später erhielt sie einen Anruf einer angeblichen Brokerin. Im weiteren Verlauf eröffnete die 72-Jährige auf Anraten der Brokerin ein sogenanntes Handelskonto, über welches sie mehrfach Transaktionen in Höhe von insgesamt knapp 90.000 Euro ausführte, um diese gewinnbringend anzulegen. Der Geschädigten wurde mehrfach eine Gewinnauszahlung in Aussicht gestellt, welche jedoch nie erfolgte. Am vergangenen Dienstag, nachdem erneut keine Auszahlung stattgefunden hatte, flog der Schwindel letztlich auf. Auch ein 66-jähriger Mann aus Niederlichtenau wurde um seine Ersparnisse gebracht, als er in eine vermeintliche Gewinnanlage in Kryptowährung investierte. Der Mann war in den vergangenen Wochen auf ein seriös erscheinendes Investitionsangebot im Internet aufmerksam geworden. Er entschloss sich, sein Vermögen anzulegen und hinterlegte seine Daten auf einer Onlineplattform. Auch er wurde kurz danach telefonisch von einem Unbekannten kontaktiert, welcher sich als sein persönlicher Berater vorstellte. In der Folge legte der Senior zunächst einen niedrigen dreistelligen Betrag an. Nachdem der Startbetrag bereits angebliche Gewinne erzielt hätte, sollte der 66-Jährige unter Anleitung des vermeintlichen Brokers eine Fernsoftware auf seinem PC herunterladen. Über dieses gelang es den Betrügern letztendlich sich Fernzugriff auf das Konto des Geschädigten zu verschaffen und widerrechtliche Überweisungen auszuführen. Dem Senior entstand hierdurch ein Vermögensschaden von knapp 37.000 Euro. Aus aktuellem Anlass rät die Polizei erneut zu Vorsicht und warnt vor derartigen Betrugsmaschen. Die Täter locken mit professionell gestalteten Webseiten und Werbeanzeigen. Die falschen Plattformen mögen anfangs keine Zweifel an Echtheit und Seriosität aufkommen lassen, doch der Schein trügt. Per Fernzugriff übernehmen die Betrüger die Kontrolle und erhalten so Zugriff auf sämtliche Bankkonten der Opfer und damit deren Vermögen. Gewähren Sie daher niemandem, mittels Fernwartungssoftware Zugriff auf Ihre Geräte zu nehmen! Seien Sie generell besonders achtsam, wenn hohe Gewinne versprochen werden! Was zu schön klingt, um wahr zu sein, ist es womöglich auch! Informieren Sie sich umfangreich über die Trading-Plattform, bevor Sie sich anmelden und Geld überweisen! Weiterführende Informationen und Tipps finden Sie auf der Internetseite der Polizei Sachsen (z.B. https://www.polizei.sachsen.de/de/112189.htm). (mou)

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