GFG Lausche ermittelt Baustelleneinbrecher
Foto: Symbolbild Polizei-Einsatz bei einem Einbruch mit zersplittertem Glas (Bild: KI generiert mit ChatGPT)
GFG Lausche ermittelt Baustelleneinbrecher
Bezug: Medieninformation Nr. 477 vom 20. Dezember 2024, Nr. 467 vom 31. Oktober 2025, Nr. 8 vom 7. Januar 2026, Nr. 70 vom 21. Februar 2026
Hähnichen und Bernstadt auf dem Eigen
Seit Dezember 2024
Ein Stromkasten, eine Putzmaschine, diverse Kabel, Schläuche sowie Baumaschinen und Werkzeuge, ein Heizgerät sowie etwa 400 Liter Heizöl - um nur einen Teil des Diebesgutes eines mutmaßlichen Einbrechers aus Polen aufzuzählen. In Hähnichen und Bernstadt sollte nun aber Ruhe einkehren, der Tatverdächtige wurde gefasst.
Baustellen heimgesucht
Bereits seit Dezember 2024 suchten damals Unbekannte immer wieder Baustellen bei Hähnichen und Bernstadt heim. Letztere traf es gleich fünf Mal hintereinander. Die Täter gingen teils rabiat vor, traten sämtliche Türen ein und hinterließen hohen Sachschaden. Insgesamt rund 17.000 Euro schlugen zu Buche. Die gestohlenen Gegenstände hatten einen Wert von circa 47.000 Euro.
GFG Lausche übernimmt
Die Gemeinsame Fahndungsgruppe Lausche übernahm im Januar 2026 die Ermittlungen zu der Einbruchserie. Neben der Spurenauswertung lag vom letzten Einbruch im Januar Videomaterial einer Überwachungskamera vor. Auf den Aufnahmen war ein Mann sehr gut zu erkennen. Ermittlungsmaßnahmen zur Identifizierung verliefen allerdings vorerst erfolglos.
Tatverdächtigen erkannt
Monate später hatten die Ermittler Glück. Fahndungskräfte stellten im Februar einen polnischen Staatsbürger mit einem gestohlenen Pkw aus Schwäbisch Hall auf der Autobahn 4 in Höhe Salzenforst. Wir berichteten. Eine Recherche in den polizeilichen Datenbanken brachte einen Treffer. Der Ertappte war derselbe, der auch auf den Bildern der Überwachungskamera zu sehen war.
Im Zuge der weiteren Ermittlung und Spurenauswertung konnten dem 39-jährigen polnischen Bürger zwei Einbrüche in Bernstadt und zwei in das Schloss Niederspree in Hähnichen zugeordnet werden.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Görlitz wegen des nunmehr dringenden Tatverdachts erließ das Amtsgericht Görlitz am 14. Juli 2026 Haftbefehl. Da sich der Tatverdächtige zu diesem Zeitpunkt bereits in Untersuchungshaft wegen des gestohlenen Pkw aus Schwäbisch Hall befand, wurde für den hiesigen Haftbefehl sogenannte Überhaft notiert. (al)