Anstieg der Gewaltkriminalität 2025
Foto: Symbolbild für anstieg der gewaltkriminalität 2025 / Foto: OltreCreativeAgency
Gewaltkriminalität
Die Zahl der Gewaltstraftaten ist im Vergleich zum Vorjahr wieder angestiegen; auf 359 Fälle (2024: 283). Weitere Informationen zur Entwicklung der Gewaltkriminalität können der Anlage 2 entnommen werden.
Lutz Rodig: »Den Anstieg der Gewaltkriminalität nehmen wir ernst. Wir beobachten insbesondere eine zunehmende Eskalationsbereitschaft bei Konflikten, die schneller in körperliche Auseinandersetzungen münden. Ursachen sehen wir unter anderem in gesellschaftlichen Spannungen, sinkenden Hemmschwellen und einem veränderten Konfliktverhalten. Dem begegnen wir mit verstärkter Präsenz an bekannten Brennpunkten, konsequenter Strafverfolgung und dem Ausbau von Präventionsangeboten – insbesondere in Zusammenarbeit mit Schulen und sozialen Trägern.«
74,9 Prozent aller registrierten Gewaltdelikte im Jahr 2025 waren gefährliche und schwere Körperverletzungen. Dahinter stehen 269 Straftaten (2024: 213).
Einen leichten Anstieg gab es auch bei den Raubstraftaten. So wurden 2025 insgesamt 54 Raubstraftaten (2024: 51) registriert. Weitere Informationen zur Entwicklung der Raubstraftaten können der Anlage 3 entnommen werden.
Im Jahr 2025 wurden sieben Tötungsdelikte (2024: 3) sowie 28 Fälle von Vergewaltigung, sexueller Nötigung und sexueller Übergriffe im besonders schweren Fall einschließlich mit Todesfolge (2024: 16) registriert.
Im Bereich der Gewaltkriminalität wurden insgesamt 413 Tatverdächtige ermittelt, was einer Aufklärungsquote von 90,5 Prozent entspricht (2024: 86,2 Prozent). Bei 133 Tatverdächtigen (2024: 97) handelt es sich um Nichtdeutsche. Dies entspricht einem Anteil von 32,2 Prozent (2024: 31,1 Prozent) an der Gesamtzahl der ermittelten Tatverdächtigen in diesem Deliktsbereich.