Polizei

Seniorin verliert fast 90.000 Euro durch Phishing

Seniorin verliert fast 90.000 Euro durch Phishing Foto: Symbolbild für seniorin verliert fast 90.000 euro durch phishing / Foto: caspowser
Zeit: 18.03.2026, 11:40 Uhr Ort: Aue-Bad Schlema, OT Aue (851) Eine 71-Jährige wandte sich am gestrigen Nachmittag an die Polizei, nachdem sie mehrere zehntausend Euro an Betrüger verloren hatte. Am Vortag erhielt die Frau eine E-Mail, die augenscheinlich von ihrer Bank stammte und eine Profilbestätigung verlangte. In der Annahme, es handele sich um ein echtes Schreiben, gab sie ihr Bankpasswort ein und schloss den Vorgang ab. Vermutlich gelangten die Unbekannten dadurch an sensible Daten wie Kontostände und Telefonnummern. Anschließend rief ein vermeintlicher Bankberater die Frau an. Angezeigt wurde auf ihrem Telefon die tatsächliche Telefonnummer ihrer Bank. Er erklärte, dass es zu unautorisierten Abbuchungen gekommen war, wusste ihre tatsächlichen Kontostände und forderte die Geschädigte auf, sich über einen zugesandten Link in ihr Konto einzuloggen. Die Geschädigte kam dieser Aufforderung nach und gewährte im Vertrauen so den Fernzugriff auf ihren Laptop. Im weiteren Verlauf gelang es den Betrügern, in Summe fast 90.000 Euro auf ein anderes Konto zu transferieren. Aus aktuellem Anlass rät die Polizei: – Bei überraschenden Anrufen ist generell Vorsicht geboten. Zudem gilt: Rufnummern sind leicht manipulierbar, sodass Kriminelle auch mit eigentlich bekannten Nummern anrufen können, um sich als jemand anderes auszugeben! – Lassen Sie sich telefonisch bzw. Unbekannten gegenüber nicht zu Aussagen zu Ihrem Vermögen oder Ihren Wertgegenständen hinreißen! – Geben Sie am Telefon oder per E-Mail keine Bankdaten und/oder Zugangsdaten zu Ihren Konten preis! – Bankmitarbeiter fordern keinesfalls die Herausgabe von Bankdaten bzw. Zugangsdaten zu Konten. – Bankmitarbeiter fordern keinen Fernzugriff auf Ihren PC, Ihren Laptop oder sonstige Endgeräte. – Rufen Sie im Zweifelsfall bei Ihrer Bank an - ohne die Rückruftaste zu nutzen! – Lassen Sie sich vom Anrufer nicht unter Druck setzen! – Beenden Sie im Zweifelsfall das Gespräch schnellstmöglich, ohne persönliche Daten bzw. Informationen preiszugeben! – Sprechen Sie auch mit Angehörigen und Freunden über das Phänomen. Warnen Sie sie vor dem Vorgehen der oft wortgewandten Täter! – Rufen Sie im Zweifelsfall die Polizei unter der Notrufnummer 110 an! Weitere Informationen zu gängigen Betrugsmaschen und entsprechende Präventionstipps finden sich auf der Homepage der Polizei Sachsen unter folgendem Link: www.polizei.sachsen.de/de/23179.htm. Fachkundige Auskünfte erhalten Sie auch in der Polizeilichen Beratungsstelle der Polizeidirektion Chemnitz. Telefon: 0371 387-2990, E-Mail: beratungsstelle.pd-c@polizei.sachsen.de. (rae)

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