Unfallstatistik 2025 in Chemnitz: Opfer und Ursachen
Foto: Symbolbild für unfallstatistik 2025 in chemnitz: opfer und ursachen / Foto: stevepb
2025 waren insgesamt 283 Kinder (bis 14 Jahre) an Unfällen beteiligt, von denen 238 (-25) verletzt wurden. Ein Kind (+1) kam bei einem Verkehrsunfall ums Leben. 96 Kinder waren als Radfahrer und 66 Kinder als Fußgänger direkt beteiligt. 114 Kinder waren als Insassen bzw. Mitfahrer in Fahrzeugen indirekt beteiligt.
An 3.543 Unfällen (-131) waren im vergangenen Jahr junge Fahrer im Alter von 18 bis
24 Jahren beteiligt, was einem Anteil von 16,2 Prozent des Gesamtunfallaufkommens entspricht. 465 Menschen (+13) dieser Altersgruppe sind 2025 bei Unfällen verletzt worden. Getötet wurden 2025 bei Verkehrsunfällen drei Menschen (+1) dieser Altersgruppe.
Bei 6.328 Unfällen (+46) waren Fahrer der Generation 65+ beteiligt. Das heißt, bei ungefähr einem Drittel aller Unfälle im Jahr 2025 war ein Verkehrsteilnehmer der Generation 65+ involviert. 13 Menschen dieser Altersgruppe (+/- 0) verloren 2025 bei Unfällen ihr Leben und 507 Personen dieser Altersgruppe (-85) wurden bei Unfällen verletzt.
An 354 (+27) Verkehrsunfällen waren Fußgänger beteiligt, was einem Anteil von
1,6 Prozent an der Gesamtunfallzahl entspricht. 292 Personen (+33) wurden bei diesen Verkehrsunfällen verletzt. Vier Fußgänger, zwei mehr als im Jahr 2024, verloren bei Verkehrsunfällen ihr Leben.
Im Jahr 2025 wurden 621 Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Fahrrad- oder Pedelecfahrern (-39) aufgenommen, was einem Anteil von 2,8 Prozent des Gesamtunfallaufkommens entspricht. Bei Unfällen mit Personenschaden ist der Anteil mit 20,0 Prozent deutlich höher. Bei den 476 Verkehrsunfällen mit Personenschaden erlitten 500 Personen Verletzungen (-15) und fünf Personen wurden getötet (+1).
Es wurden 37 Verkehrsunfälle im Jahr 2025 in der Polizeidirektion Chemnitz erfasst, bei denen E-Scooter beteiligt waren (+5). Bei 25 dieser Unfälle (+5) trat Personenschaden ein, wobei ein Mensch (+1) getötet, drei Menschen schwer (-1) und 21 Menschen leicht (+5) verletzt wurden.
Die Anzahl der Verkehrsunfälle mit Beteiligung motorisierter Zweiräder ist leicht auf 754 Unfälle (-32) und damit 3,4 Prozent des Gesamtunfallaufkommens zurückgegangen. Bei den Unfällen mit Personenschäden geschahen 425 (-60) mit Beteiligung motorisierter Zweiräder, was einem Anteil von 17,9 Prozent entspricht.
Bei diesen 425 Verkehrsunfällen erlitten 481 Personen (+95) Verletzungen, zehn Personen (+5) verloren ihr Leben.
Sven Krahnert (57), Leiter der Verkehrspolizeiinspektion Chemnitz: »Bei den Verkehrsunfällen mit tödlich verletzten Beteiligten fällt auf, dass bei über der Hälfte der Unfälle nichtangepasste Geschwindigkeit als Ursache festgestellt wurde. Dies trifft insbesondere auch auf die Unfälle motorisierter Zweiräder zu, bei denen sich die Anzahl der getöteten Beteiligten leider verdoppelt hat. Jeder Verkehrsteilnehmer sollte sich bewusst sein, dass überhöhte bzw. nichtangepasste Geschwindigkeit gravierende Folgen für sich selbst und andere haben kann. Dies trifft in besonderem Maße auf weniger geschützte Gruppen von Verkehrsteilnehmern zu. Geschwindigkeitskontrollen werden daher auch weiterhin einen Schwerpunkt der polizeilichen Verkehrssicherheitsarbeit bilden.«