Bürgerehrung anlässlich der Rettung eines zwölfjährigen Jungen
Foto: Symbolbild Blaulicht-Reflexion auf nassem Asphalt bei einem Einsatz (Bild: KI generiert mit ChatGPT)
Am Dienstag hat in der Gemeindeverwaltung Elsterheide eine Bürgerehrung anlässlich der Rettung eines 12-jährigen Jungen aus dem Geierswalder See stattgefunden. Dazu empfingen die Bürgermeisterin der Gemeinde Elsterheide, Frau Antje Gasterstädt, der Revierleiter des Polizeireviers Hoyerswerda, Herr Tobias Hilbert sowie Vertreter der örtlichen Feuerwehr, die Herren Jens Fischer (59) und Frank Demuth (58).
Was war passiert?
Am Mittwochmittag, des 19. November 2025, bemerkten die Herren Jens Fischer und Frank Demuth, welche als Angler mit ihrem Boot auf dem Geierswalder See unterwegs waren, einen Jungen, welcher sich an ein gekentertes Boot klammerte. Die beiden Lebensretter, die sich etwa 700 Meter von dem verunfallten Boot entfernt aufgehalten hatten, machten sich umgehend auf den Weg zu der Unfallstelle. Hier gelang es quasi in letzter Sekunde und mit vereinten Kräften, den 12-Jährigen an Bord des Bootes der Angler zu ziehen.
Der Junge war im Vorfeld mit seinem Opa (64) ebenfalls zum Angeln mit einem Boot auf dem Geierswalder See unterwegs gewesen. Durch eine Verkettung von unglücklichen Umständen kenterte das Boot jedoch. Der Junge konnte sich an dem noch aus dem Wasser ragenden Teil des Bootes festklammern, der Opa ging in dem circa fünf bis sieben Grad kalten Wasser unter.
Durch die Retter und die umgehend hinzukommende Wasserschutzpolizei wurde der Junge an Land gebracht und an die dort bereits wartenden Rettungskräfte übergeben.
Rettungseinsatz und Suchmaßnahmen
Es folgte dann eine mehrtätige Such- und Rettungsaktion nach dem vermissten Opa des geretteten Jungen. Dabei nahmen neben den Feuerwehren aus den umliegenden Orten, Kräfte der Polizeidirektion Görlitz, der Wasserschutzpolizei der sächsischen Bereitschaftspolizei, der Technischen Einsatzeinheiten der Bereitschaftspolizeien Sachsen und Thüringen und der Polizeihubschrauberstaffel der sächsischen Bereitschaftspolizei auch Kräfte der Rettungshundestaffel Sachsen - Ost teil. Einer der beiden Retter beteiligte sich ebenfalls in den folgenden Tagen an den Suchmaßnahmen. Nach vier Tagen Suche konnte der Vermisste nur noch tot geborgen werden.
Anerkennung und Bürgerehrung
Nun, mehr als ein halbes Jahr später, erfolgte die Ehrung der beiden Lebensretter. Sie erhielten neben Anerkennung und Respekt einen Strauß Blumen, eine Urkunde und einen Gutschein. Bürgermeisterin Frau Gasterstädt betonte im Gespräch den Mut und die Courage, die die beiden Angler gezeigt hätten. Es sei vorbildhaft und wichtig für die Gesellschaft, dass man in Not geratenen Menschen zu Hilfe kommt. Auch Revierleiter Tobias Hilbert betonte die Dramatik und den Zeitdruck, unter dem die Retter gehandelt hätten. Vor allem, dass die Angler die Situation trotz der Entfernung richtig eingeschätzt und danach gehandelt hätten, sei bemerkenswert.
Die Herren Fischer und Demuth ließen im anschließenden Gespräch die dramatischen und emotionalen Ereignisse nochmals aus ihrer Sicht Revue passieren. (ks)
Anlage: Bild der Bürgerehrung (v.l.n.r.): Frau Antje Gasterstädt, Herr Jens Fischer, Herr Frank Demuth, Herr Tobias Hilbert