Polizei

Falscher Notruf und Beleidigungen in Kamenz

Falscher Notruf und Beleidigungen in Kamenz Foto: Symbolbild für falscher notruf und beleidigungen in kamenz / Foto: dimitrisvetsikas1969
Kamenz, Christian-Weißmantel-Straße 09.03.2026, 22:30 Uhr Am Montagabend hat ein zunächst Unbekannter beim Polizeirevier in Kamenz angerufen und eine Straftat vorgetäuscht. Der Mann gab an, gerade vergewaltigt zu werden und stieß dabei Schmerzensschreie aus. Im Hintergrund vernahm der den Anruf entgegennehmende Beamte eine zweite männliche Person. Nach eigenen Angaben wollte sich der Anrufer auf der Christian-Weißmantel-Straße an einem Kindergarten in Kamenz befinden. Befragt nach seinen Namen, legte er auf. Sofort machten sich Beamte des örtlichen Reviers auf in Richtung des angegebenen Einsatzortes. Dort stellten sie zwei männliche Personen, jedoch in keinster Weise den angegebenen Sachverhalt fest. Die Uniformierten nahmen die Personalien der Beiden auf. Ein Alkoholtest ergab umgerechnet 1,94 und 2,62 Promille. Nach Befragung und Prüfung aller Umstände fertigten die Beamten Anzeigen gegen die beiden 27- und 35-jährigen deutschen Tatverdächtigen wegen des Vortäuschens einer Straftat. Nach Abschluss aller Maßnahmen war der ältere der Beiden uneinsichtig und kam einer Platzverweisung nicht nach. Er zeigte den Beamten den Mittelfinger und sprach die erste Beleidigung in Richtung der Polizisten aus. Die Ordnungshüter nahmen den Tatverdächtigen daraufhin in Gewahrsam. Auf dem Weg in das Polizeirevier beleidigte der Tatverdächtige die Einsatzkräfte fortlaufend insgesamt etwa über zwanzig Mal. Diese fertigten eine weitere entsprechende Anzeige wegen der Beleidigungen. Der örtliche Kriminaldienst übernahm die Ermittlungen. Die Polizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es sich beim Vortäuschen von Straftaten keineswegs um ein Kavaliersdelikt handelt. Im konkreten Fall waren Einsatzkräfte, die jegliche Hinweise ernst nehmen, gebunden und standen so nicht für tatsächliche Einsatzlagen zur Verfügung. Auch wenn der Tatverdächtige in diesem Fall direkt beim Polizeirevier anrief, sei noch einmal darauf hingewiesen: Der Notruf beim Führungs- und Lagezentrum in Görlitz ist ausschließlich für echte Notlagen bestimmt ist. Wer ihn missbräuchlich nutzt, begeht eine Straftat und riskiert zudem, dass Einsatzkräfte in tatsächlichen Notfällen nicht rechtzeitig zur Verfügung stehen. (ks)

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