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Polizeiliche Kriminalstatistik Leipzig 2025

Polizeiliche Kriminalstatistik Leipzig 2025 Foto: Symbolbild für polizeiliche kriminalstatistik leipzig 2025 / Foto: Alexas_Fotos
Medienservice 01.04.2026, 10:00 Uhr — 1. Korrektur Polizeidirektion Leipzig - Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 Medieninformation der Polizeidirektion Leipzig Nr. 107|26 Verantwortlich: Olaf Hoppe Polizeidirektion Leipzig - Sicherheitslage 2025 Die Polizeidirektion Leipzig ist für die Sicherheit von über einer Million Einwohnerinnen und Einwohnern in den Landkreisen Leipzig und Nordsachsen sowie der Stadt Leipzig zuständig. Während in den letzten Jahren stetige Steigerungen der Einsatzzahlen (2025: 218.000) bei in etwa gleichbleibenden Notrufaufkommen (2025: 147.000) zu verzeichnen waren, sank die Anzahl der registrieren Straftaten erneut. Der Leiter der Polizeidirektion Leipzig, Polizeipräsident René Demmler dazu: "Die registrierte Kriminalität in Leipzig und den Landkreisen Nordsachsen und Leipzig ist weiterhin im 10-Jahres-Vergleich auf sehr niedrigem Niveau und 2025 erneut gesunken. Die Einwohnerinnen und Einwohner in Leipzig und in den Landkreisen leben grundsätzlich sicher. Doch zeigen sich für mich die Herausforderungen unserer Zeit offen: Die Einsatzzahlen steigen kontinuierlich, und mit einer wachsenden Region steigt auch der Bedarf an sichtbarer Präsenz, an Schutz und an professioneller Ermittlungsarbeit durch die Polizei. Gleichzeitig stehen uns nicht mehr Polizistinnen und Polizisten zur Verfügung, als wir heute haben. Das bedeutet in der Realität: mehr Aufgaben, mehr Erwartungen – aber nicht mehr Personal! Wir sind hier stetig gefordert, uns den Veränderungsprozessen der Kriminalität anzupassen und Lösungen bei der Bekämpfung dieser zu finden." Neben den über 91.000 Straftaten forderten auch das Unfallgeschehen (rund 24.000 Verkehrsunfälle) sowie die zahlreichen Einsätze aufgrund über 1.300 angezeigter Versammlungen und vieler Fußballspiele in unterschiedlichen Ligen die Polizistinnen und Polizisten im Zuständigkeitsbereich. Kriminalitätsentwicklung 2025 – Fallzahlen rückgängig 2025 sanken die Zahlen der registrierten Kriminalität gegenüber dem Vorjahr um 4,34 Prozent. Mit 91.329 erfassten Fällen verzeichnet die Polizeidirektion Leipzig weiterhin die meisten Straftaten in Sachsen. Die Aufklärungsquote stieg im Vergleich zu 2024 um 1,5 Prozentpunkte auf 54,2 Prozent. Insgesamt wurden 29.764 Tatverdächtige ermittelt und 49.540 Fälle aufgeklärt. In der kreisfreien Stadt Leipzig registrierte die Polizeidirektion 65.602 Straftaten und damit gegenüber 2024 deutlich weniger (-3.386 Fälle, -4,9 %). Die Stadt steht damit weiterhin im Fokus der Strafverfolgung. Im Jahr 2025 verzeichnete die Polizei im Landkreis Leipzig insgesamt 13.126 Straftaten, ein Minus von 360 Fällen (Veränderung: -2,7 %). Im Landkreis Nordsachsen wurden 12.601 Straftaten registriert, 402 Fälle weniger als 2024. Gewaltkriminalität – auf hohem Niveau, aber in Leipzig teilweise rückläufig Dieser Deliktsbereich der Straftaten wie gefährliche und schwere Körperverletzungen, Raubdelikte, Vergewaltigungen sowie Mord und Totschlag bestimmt weitgehend die mediale Berichterstattung und beeinflusst stark das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung. Wenngleich diese Delikte sich weiterhin auf einem hohen Niveau befinden, verzeichnete die Polizeidirektion 2025 eine rückläufige Entwicklung. So wurden mit 646 Raubstraftaten 52 weniger als 2024 registriert. Zudem sanken auch die Zahlen der gefährlichen oder schweren Körperverletzungen (2025: 2479, um 213 Fälle). Leider waren 2025 mehr Vergewaltigungen (141, 2024: 126) und 28 vorsätzliche Tötungsdelikte zu verzeichnen. Die Ermittlerinnen und Ermittler der Kriminalpolizeiinspektion schlossen sechs Ermittlungen wegen Mordes und 22 wegen Totschlages ab. Bei Mord bleibt die Aufklärungsquote weiterhin auf Maximalniveau. Somit sind die Zahlen der Gewaltkriminalität, ein Summenschlüssel der Polizeilichen Kriminalstatistik, der die Gewaltdelikte wie die Tatbestände der Raubstraftaten, gefährliche bzw. schwere Körperverletzung, Tötungsdelikte und Vergewaltigungen abbildet, um 6,6 Prozent rückläufig (2025: 3.302 Delikte, 2024: 3.537 Delikte). René Demmler dazu: "Wir sind dem Anstieg Gewaltkriminalität - wie angekündigt - mit polizeilichen Mitteln begegnet. Vor allem im Leipziger Stadtgebiet waren und sind wir stark gefordert. So haben wir die Zusammenarbeit mit der Bundespolizei weiter intensiviert und Gewalttäter in den Fokus genommen. Die am Hauptbahnhof und für den Leipziger Innenstadtbereich ausgesprochenen Aufenthaltsverbote waren wirksam. Viele der Tatverdächtigen sitzen in Untersuchungshaft oder wurden einstweilig in medizinischen Einrichtungen untergebracht. Zudem waren bereits erste Urteile mit Freiheitsstrafen zu verzeichnen, aber auch Abschiebungen fanden statt. Das Sinken der Fallzahlen ist dann eine Konsequenz daraus." Rückgängig sind auch die Zahlen der registrierten einfachen Körperverletzungen (2025: 5629, -291 Fälle) sowie Bedrohungen und Nötigungen. Rückgang der Diebstahlskriminalität Ein wesentlicher Schwerpunkt im Direktionsbereich ist weiterhin die Eigentumskriminalität. 39 Prozent aller registrierten Straftaten sind Diebstähle. Einfache Diebstähle sanken um 484 Fälle auf 17.688. Stärker noch ist der Rückgang bei Diebstählen unter erschwerenden Umständen, wenn also beispielsweise Sicherungseinrichtungen überwunden wurden. Die Polizeidirektion verzeichnete hier 2025 17.976 Straftaten und damit ein Minus von 3.003 Fällen zu 2024. So sanken die Zahlen von Einbrüchen in Kraftfahrzeuge ebenso wie Fahrraddiebstähle. Gerade bei Letzterem setzt sich der Trend fort. 6.661 Fahrräder wurden im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Leipzig 2025 gestohlen. 2024 waren es noch 8.200. Die Zahl der Wohnungseinbrüche erhöhte sich leicht. So wurde 2025 952mal in Wohnungen oder Häuser eingebrochen. Auch waren mehr Ladendiebstähle zu verzeichnen, die damit weiterhin die Häufigkeitszahlen im Leipziger Zentrum sowie im Stadtteil Seehausen bestimmen. Betäubungsmittelkriminalität: elf Rauschgifttote Die Kontrolltätigkeit der Polizei sowie des Zolls - beispielsweise am Leipziger Flughafen - bestimmt entscheidend die Entwicklung der Fallzahlen zur Betäubungsmittelkriminalität und damit die Sichtbarkeit dieser. So erklärt sich auch die höhere Häufigkeitszahl für Schkeuditz in der Auswertung des Landkreises. Insgesamt registrierte die Leipziger Polizei 2025 2.498 Verstöße, somit erneut weniger als 2024 (Vorjahr: 3.123). Mit der Einführung des Konsumcannabisgesetzes haben sich hier aber die Kontrollergebnisse der Polizei verändert. Viele Regelungen lassen sich durch die Polizei kaum überwachen. Sinkende Fallzahlen sind dann die Konsequenz (Cannabis: 433 Fälle (2024: 1.147 Fälle). Es bestimmen Drogen wie Crystal, Heroin und Kokain, aber auch der Handel mit Cannabis, die Ermittlungsverfahren der Kriminaldienste der Reviere sowie des Rauschgiftkommissariates. 2025 konnten Fahnderinnen und Fahnder zusammen mit dem Gewerbeamt der Stadt Leipzig 26 Spätverkäufe und Bars versiegeln, die im Heroinhandel eine zentrale Rolle im gewerbsmäßigen Betäubungsmittelhandel einnehmen. Die längste Verschlusszeit war 126 Tage, im Durchschnitt bleiben die Geschäfte knapp über 40 Tage verschlossen. Da polizeilichen Erkenntnissen zufolge solche Verkaufseinrichtungen mehrere zehntausende Euro monatlich Gewinn erzielen, treffen die Verschlüsse die Dealer empfindlich. Leider starben 2025 elf Menschen infolge des Drogenkonsums, die meisten in der Stadt Leipzig. Damit ist die Zahl aber gegenüber dem Vorjahr auf das Niveau der vergangenen Jahre gesunken. Weniger Tatverdächtige – weniger tatverdächtige Kinder Die Polizei unterscheidet in strafrechtlicher Sicht in Kinder (unter 14 Jahre), in Jugendliche (14 bis unter 18 Jahre) sowie Heranwachsende (18 bis unter 21 Jahre) und Erwachsene. Unter den insgesamt erfassten 29.764 Tatverdächtigen (2024: 31.848) befanden sich 1.297 Kinder (-12,5 Prozent zu 2024), 2.444. Jugendliche (-11,00 Prozent) und 2.013 Heranwachsende (-16,5 Prozent). Polizeipräsident Demmler dazu: "2025 und auch Anfang 2026 haben uns Kinder und Jugendliche in Leipzig besonders gefordert. Einige wenige bestimmten das Geschehen. Eine eigens eingerichtete Ermittlungsgruppe beim Haus des Jugendrechts bearbeitete rund 200 Ermittlungsverfahren, die einer sehr kleinen Anzahl von jungen und jüngsten Tatverdächtigen zugeordnet werden konnten. Die gute Zusammenarbeit mit Staatsanwaltschaft und Jugendamt zeigte hier Wirkung. Gleichwohl ist rund ein Fünftel aller ermittelten Tatverdächtigen unter 21 Jahre! Hier müssen gesamtgesellschaftliche Lösungen gefunden werden, die früher in der kindlichen Entwicklung ansetzen müssen." Allgemeine Informationen zur PKS Jährlich einmal erfolgt die Veröffentlichung der Polizeilichen Kriminalstatistik des Freistaates Sachsen und in Folge auch die für die Polizeidirektion Leipzig für das zurückliegende Berichtsjahr. Diese Statistik spiegelt die polizeilichen Ermittlungsergebnisse zum Zeitpunkt der Aktenabgabe an die Staatsanwaltschaft oder das Gericht wider. Sie beinhaltet je nach Länge der Bearbeitungsdauer auch Straftaten zurückliegender Zeiträume. Delikte, zu denen die Ermittlungen noch laufen, fehlen dagegen. Ein weiterer Unterschied zur tatsächlichen Kriminalitätslage besteht in dem nach Deliktart und -schwere unterschiedlich großen Dunkelfeld, also jenen Straftaten, die der Polizei nicht bekannt wurden. Änderungen der polizeilich registrierten Kriminalität entsprechen nicht immer der realen Entwicklung. So können die Veränderungen aus dem Anzeigeverhalten (Dunkelfeld) sowie aus Schwankungen im Erfassungsprozess resultieren. Die Polizeidirektion Leipzig veröffentlicht auf ihrer Homepage unter https://www.polizei.sachsen.de/de/28218.htm weitere Informationen zur Sicherheitslage des Berichtsjahres 2025. Dort sind die einzelnen Übersichten zur Gesamtentwicklung der Polizeidirektion, zu den Landkreisen Leipzig und Nordsachsen sowie zur Stadt Leipzig abrufbar. ------------------------------- Informationen Herausgeber Polizeidirektion Leipzig (https://www.medienservice.sachsen.de/medien/?search%5Binstitution_ids%5D%5B%5D=10976) Themen Sicherheit & Inneres (https://www.medienservice.sachsen.de/medien/?search%5Bcategory_ids%5D%5B%5D=10494) Kontakt Pressesprecher Olaf Hoppe medien.pd-l@polizei.sachsen.de Weiterführende Links * Homepage Polizei Sachsen (https://www.polizei.sachsen.de/de/28218.htm%E2%80%AF) Diese Medieninformation online ansehen (https://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/1096054) Zur Portalseite des Medienservice Sachsen (https://www.medienservice.sachsen.de/medien/) Dies ist eine automatisch erstellte Nachricht. Bitte antworten Sie nicht auf diese E-Mail. Nutzen Sie bitte stets den für Rückfragen angegebenen Kontakt. 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