Schockanrufe in Chemnitz: So schützen Sie sich
Foto: Symbolbild Polizei-Einsatz bei einem Einbruch mit zersplittertem Glas (Bild: KI generiert mit ChatGPT)
(1353) Am gestrigen Tage kam es im Bereich der Polizeidirektion Chemnitz zu einer Vielzahl der sogenannten »Schockanrufe«. In den meisten Fällen wurde mit unterdrückter Telefonnummer angerufen. Bei allen Anrufen wurden die Angerufenen damit konfrontiert, dass ein naher Angehöriger einen Unfall verursacht hätte und ein Mensch zu Tode gekommen sei. Der weitere Gesprächsverlauf variierte dann – je nach Reaktion der Opfer. So wurde in einigen Fällen das Telefonat durch einen angeblichen Polizeibeamten weitergeführt oder in einem Fall sogar ein persönliches Gespräch mit der Staatsanwaltschaft bzw. dem Haftrichter vereinbart. Wenn die Gesprächsführung es zuließ, wurden durch die Betrüger Kautionen im hohen fünfstelligen Bereich gefordert. Zum Glück kam es in keinem der Fälle zu einer Geldübergabe, da die Angerufenen zum einen Rückfragen zu den Angehörigen stellten oder die Betrugsmasche gleich erkannten. In diesen Fällen beendeten die Betrüger die Anrufe relativ schnell.
Um sich zu schützen, rät die Polizei:
Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an Unbekannte und überweisen Sie kein Geld auf unbekannte Konten. Geben Sie am Telefon keine Auskünfte über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und legen Sie einfach auf. Kontaktieren Sie Ihren Angehörigen über bekannte Nummern, um den Sachverhalt aufzuklären. Verständigen Sie im Verdachtsfall die Polizei. (Mu)